C O M M E N T
T O U T E S T
A R R I V E

Les Délicieuses haben 2016 ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Zu Beginn hätten sie sich dies wohl kaum ausgedacht.
Florence de Monbijou und Mathieu Unibeton, beide aus Lausanne, lernten sich 2006 par accident auf einem kleinen camping naturelle in den Hügeln von Morvan kennen. Sie sangen zusammen an verschiedenen Lagerfeuern und beschlossen, zurück in Lausanne, eine Band zu gründen.
2007 bestritten sie bereits ihre erste kleine Tour durch die französischsprachige Schweiz und Teile Frankreichs und freundeten sich mit der Solomusikerin und Ausnahmekünstlerin Jeanette an. Eine erfolgreiche Karriere wurde ihnen danach bescheinigt. Erste Erfolge zeitigten sich im Hit „chauve souris“ und weiteren grandiosen Bühnenauftritten auf den grossen Bühnen der frankophonen Welt. Für die Band unerwartet kam dann der Ausstieg von Jeanette, da diese als Tourmusikerin einer französichen Agentur angeworben wurde. Das Projekt les délicieuses stand kurz vor dem Aus. Florence und Mathieu waren musikalisch und künstlerisch lange Zeit blockiert, blieben den Bühnen fern und versuchten es ihrerseits mit Soloprojekten. Erst 2010, nach einem weiteren Versuch eines Neuanfangs, bzw. einem gemeinsamen Konzert in Colmar, kamen sie mit einem Mietwagen von der Strasse ab und prallten in einen Baum. Sie blieben glücklicherweise unverletzt. Jedoch fiel von ebendiesem Baum ein junger Mann namens Jacques Bruél, welcher als Eremit mit Eichhörnchen in den elsässischen Wäldern sein Leben fristete. Sie beschlossen, ihn mitzunehmen. Bald darauf entstand der Song „éccureuil“. Im Nachhinein ist dieses Lied und das Aufeinandertreffen mit dem Einsiedler als Sternstunde zu sehen. Mit grosser Motivation arbeiteten sie an verschiedenen Liedern, probierten sich in jedem erdenklichen Musikstil und fanden 2015, nach einem Umweg über ein Rainbow Gathering in Litauen und dazugehöriger esoterischen Klangwelten, zurück zum Punk. Danach ging alles sehr schnell. Nach wochenlanger Songschreiberei und Verbarrikadierung in Bandräumen nahmen sie das erfolgreiche Album „sternschnupp“ auf, welches im August 2016 getauft wurde. Mit dabei auf der Platte war auch Genevieve Aéroport, eine Solistin aus dem Berner Jura. Es war Liebe auf den ersten Blick und darum sind les délicieuses seit frischem zu viert.

2011 beschrieb das Hirscheneck in Basel les délicieuses sehr treffend:
„Die Poesie des Alltags ist das Anliegen des charmanten Trios "Les Délicieuses" aus Lausanne. "Minimal-Chanson-Eso-Punk", meint das Feuilleton, und schwärmt: "Eine gekonnte Mischung von tiefberührender Ernsthaftigkeit und lebendiger Leichtigkeit, die direkt ins Herz trifft.“ In Lausanne bereits fester Bestandteil des kulturellen Lebens, gelten les Délicieuses in Basel noch als "perle trouvaillesque"; Spricht doch der Name Les Délicieuses für exzellente Musik und höchste Qualität in Dichtkunst und Bühnenshow!“

Highlights:

// 2006-2012 musikalische interventionen im öffentlichen raum (museumsnacht basel).

// studien der metaphysikalischen sekundärwelten.

// zusammenarbeit mit dem kölner philharmonie orchester unter der leitung agosto E. wedels.

// performances (lange nacht der genderstudies berlin, oh margrit, schalter).

// kollabarationen mit les reines prochaines (the great songbook of inspired clouds, die schwitzende löwin).

// 2015 eurovision song contest.

// fashionweek hamburg.

// les deliciéuses: live from pluto/android story telling (comédie musicale)..